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2.Spieltag

 

SpVgg Rattelsdorf – SpVgg Mühlhausen 5:1 (1:0)

SpVgg Rattelsdorf: Kellner 2,3, Merkel T. 2,3, Welzer 2,1, Grünert 2,1, Derra M. 2,0, Pfaffenberger 1,6, Beiersdorfer M. 2,1, Bischof F. 2,1, Förster 2,1, Leimbach S. 2,0, Stade 1,3 / Scheuring M., Schmittwolf S. 2,3 (62.), Elflein J. 2,8 (68.), Leimbach D. (79.)
 
SpVgg Mühlhausen: Hartrumpf, Krug S., Dürst P., Krug H., Ziegler H., Huthansl T., Hagensick, Huthansl Tiz., Ziegler B., Schleicher, Stirnweiß / Rückel, Maier F. (50.), Müller F. (67.), Stirnweiß-Roth (71.)
 
Tore: 1:0 Beiersdorfer M. (45., Stade), 1:1 Schleicher (46., Stirnweiß), 2:1 Grünert, Foulelfmeter (56., Stade), 3:1 Stade (59., Förster), 4:1 Stade (65., Pfaffenberger), 5:1 Stade (83., Schmittwolf S.)
 
Gelbe Karten: Grünert - Foulspiel (12.), Beiersdorfer M. - Foulspiel (23.), Leimbach S. - Ball-Wegschlagen (43.), Merkel T. - Foulspiel (78.) / Hagensick - Foulspiel (36.), Stirnweiß - Unsportlichkeit (87.)
 
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Moritz Freund
 

Stade überragt bei erstem Saisonsieg

Zum ersten Heimspiel der neuen Saison empfing die SpVgg Rattelsdorf den Meister der KK3, die SpVgg Mühlhausen. Der Aufsteiger konnte im Eröffnungsspiel bereits im Derby gegen Reichmannsdorf überraschen und behielt mit 2:1 die Oberhand. Rattelsdorf hingegen musste in Strullendorf eine späte 2:1 Niederlage hinnehmen. Am zweiten Spieltag wollte die Elf von Tommy Grünert zuhause natürlich die Punkte behalten und nicht erneut gegen einen Liganeuling unter die Räder zu kommen. Die Personallage entspannte sich dazu nur bedingt. Zwar war Beiersdorfer M. wieder zurück, allerdings fehlten dafür Knippert und Torwart Neundorfer. Da auch die weiteren Torhüter Süppel und Brown nicht zur Verfügung standen, agierte der eigentliche Feldspieler Kellner im Tor.

Das Spiel begann auch gleich mit einem Aufreger in der vierten Minute, als Kellner einen Pass im Spielaufbau viel zu kurz spielte und diesem hinterherrannte und per Grätsche gerade noch so vor dem heranstürmenden Stirnweiß den Ball ins Aus bugsieren konnte. Das war haarscharf!

Nur ein paar Zeigerumdrehungen später dann der Lapsus in der Hintermannschaft der Gäste. Ein zu kurzes Rückspiel zum Torwart erlief Pfaffenberger und knallte das Ding volley an den Pfosten. Den Nachschuss von Stade konnte Mühlhausen auf der Linie klären (10.).

In der 16. Minute kombinierte sich Rattelsdorfer über die Linksfüßler Merkel und Förster mit direktem Spiel gut durch. Der Volleyschuss von Förster am Ende ging aber weit am Tor vorbei.

Nur eine Minute später dann Glück für die Gastgeber. Kapitän Huthansl spazierte durch die Verteidigung der Blauen und wurde vom herausstürzenden Kellner am Torerfolg gehindert.

In der 19. Minute dann gutes Auge von Stade, der den Pass in die Schnittstelle auf Beiersdorfer M. brachte, doch TW Hartrumpf war einen Tick schneller und konnte klären. Der Ball blieb im Spiel und der aufgerückte Derra versuchte es aus der Distanz. Der Schuss gar nicht mal so schlecht, segelte am linken Winkel vorbei.

Danach dann erstmal zehn Minuten Leerlauf ohne große Strafraumszenen. Nach einer halben Stunde dann wieder der agile Pfaffenberger, der von Beiersdorfer steil geschickt wurde und den Ball scharf in den Fünfer brachte. TW Hartrumpf konnte den Ball nicht festhalten. Doch seine Vorderleute retteten vor dem einschussbereiten Stade.

In der 37. Minute war ein langer Einwurf von Pfaffenberger etwas zu lang für Beiersdorfer und Hartrumpf konnte den Ball aufnehmen.

In der 40. Minute dann mal wieder der Gast. Beim Freistoß wollte man Torhüter Kellner überraschen, der versuchte die Mauer zu stellen. Der Ball, der nicht gesperrt war, trudelte aber am langen Pfosten vorbei.

Bis zum Pausentee war dann Mühlhausen auch mehr am Drücker und drängte die Heimelf in die eigene Hälfte. Umso ärgerlicher für die Gäste, dass ein langer Ball auf Stade, der auf Beiersdorfer abgelegt wurde und dieser aus 16 Metern kompromisslos einschoss, für die Führung der Hausherren sorgte (45.+1).

Einige Zuschauer holten sich noch ihr Kaltgetränk für den zweiten Durchgang oder nahmen noch gar nicht richtig Platz, da zappelte der Ball schon im Netz der Itzgründer. Nach 22 Sekunden schloss Topstürmer Schleicher mit einem nicht platziertem aber umso härterem Schuss zum Ausgleich aus 16 Metern ab (46.). Da war die Heimelf, wie so mancher Zuschauer noch ziemlich unsortiert.

Nach kurzem Schock spielte die Sportvereinigung aber wieder nach vorne. So wurde ein Schuss von Bischof geblockt (52.). Der drauffolgende Eckball von Beiersdorfer wurde auch gefährlich. Am langen Pfosten hielt Welzer den Fuß hin, doch Hartrumpf stand richtig! (53.)

Nur eine Minute später wurde der gewohnt umtriebige Stade lang geschickt. Er versuchte seinen Gegenspieler zu überloben und wurde dabei getroffen. Krug traf sicherlich auch den Ball aber eben auch Stade und da das Vergehen gerade so im Strafraum stattfand, gab es Elfmeter.

Spielertrainer Grünert nahm sich der Sache an und verwandelte mit einem wuchtigen Schuss ins linke obere Eck zur erneuten Führung (56.).

Die Heimelf war jetzt im Flow. Ein Angriff nach dem anderen rollte nun auf das Mühlhäuser Gehäuse. Ein Schuss von Bischof in der 57. Minute wurde erneut geblockt. In derselben Minute schloss Stade aus 16 Metern ab und Hartrumpf war im Nachfassen zur Stelle.

In der 59. Minute klingelte es dann doch im Kasten des Aufsteigers. Merkel warf auf Höhe des Sechzehners ein und fand Förster im Strafraum, der den Ball abschirmte, auf Stade ablegte und dieser aus spitzem Winkel Hartrumpf keine Chance ließ. Somit fand Rattelsdorf die richtige Antwort auf den sehr frühen Schock zu Beginn der zweiten Halbzeit!

Denn erst in der 61. Minute meldete sich der Gast wieder vor dem Gehäuse der Heimelf. Schleicher mit einem Freistoß aus dem Halbfeld als Hereingabe und Kellner im Nachfassen.

In der 65. Minute dann erneut Einwurf für Rattelsdorf auf Höhe des Sechzehners. Dieses Mal auf der rechten Seite. Pfaffenberger mit dem Einwurf auf Stade, der eine Drehung machte, frei vor Hartrumpf auftauchte und erneut eiskalt abschloss. 4:1!

Die Heimelf im Rausch. Immer wieder wurden Räume gefunden. Bischof mit einem schönen Diagonalpass auf Förster der mit Zug zum Tor aus spitzem Winkel abschloss und in Hartrumpf seinen Meister fand (66.). Auch vier Minuten später war der Schlussmann zur Stelle, als sich Stade wieder gut durchsetzte und aus sieben Metern dieses Mal scheiterte.

In der 71. Minute hatte dann Schleicher nach einem Abpraller die Chance aus spitzem Winkel zu verkürzen, verzog aber klar.

Eine Viertelstunde vor dem Ende setzte sich Stade wieder über außen durch und versuchte den spekulierenden Hartrumpf mit einem Schuss aus sehr spitzem Winkel zu überraschen, aber ans Außennetz. Mit der Pike verzog der Rattelsdorfer Stürmer dann ebenso (80.) und ließ so nochmals die Chance liegen zu erhöhen.

So ergab sich auf der Gegenseite zum zweiten Mal die Chance zu verkürzen. Stirnweiß hatte TW Kellner bereits umkurvt wurde aber im allerletzten Moment noch stark von Derra gestört, der den Einschuss verhinderte (83.). Der Gegenangriff lief über die Mitte, wo Schmittwolf den Ball in die Gasse auf Stade durchsteckte. Dieser ließ sich nun nicht mehr die Möglichkeit zum 5:1 entgehen und schob trocken ein. Somit war der Stürmer an allen fünf Treffern direkt beteiligt!

Das war es dann mit den Strafraumaktionen auf Rattelsdorfer Seite. Zum Schluss gab es noch Möglichkeiten für die Gäste. In der 86. Minute hatte Schleicher die Doppelchance. Doch beim Versuch Kellner zu umkurven war dieser rechtzeitig unten und wischte den Ball vom Fuß und auch beim Nachschuss war die Torwartvertretung zur Stelle und parierte den Versuch des Mühlhäuser.

Zwei Minuten vor dem Ende hätte sich Schleicher sein zweites Tor eigentlich verdient. Mit seinem Freistoß aus 22 Metern über die Mauer stand ihm aber der Pfosten im Weg. So erfolgte pünktlichst der Abpfiff des Unparteiischen.

Fazit:

Rattelsdorf über die Spieldauer mit einem überzeugenderen Auftritt. Die Heimelf hatte mehr Torchancen und mehr vom Spiel. Allerdings kann Mühlhausen aber nach 17 Minuten auch in Führung gehen. Psychologisch wichtig erschien das Tor kurz vor der Pause. Verpuffte aber durch den Blitzausgleich der Mühlhäuser kurz nach Wiederanpfiff. Nach der erneuten Führung der Sportvereinigung hatte die Spielvereinigung nicht viel entgegen zu setzen. Ärgern wird Trainer Rückel sicherlich der dritte und vierte Treffer, die beide nach einem einfachen Einwurf entstanden.

Für die Grünert-Elf gilt es nun nächste Woche diesen Sieg zu bestätigen. Das wird in Tütschengereuth wahrlich kein leichtes Unterfangen. Schließlich ist es dort immer schwierig zu bestehen, noch dazu grüßen die Staabeißer von der Spitze, sind sie doch das einzige Team der Kreisliga das zwei Siege einfahren konnte.

Mühlhausen erwartet zuhause den SV Würgau. Das Spiel des Aufsteigers ist bestimmt nicht auf viel Ballbesitzfußball ausgelegt. Sollten aber die Chancen, die sich ergeben konsequent genutzt werden, wird der Auftaktsieg gegen Reichmannsdorf sicherlich nicht das letzte Ausrufzeichen gewesen sein.

geschr. L. Neundorfer

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