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5.Spieltag
 
 

SpVgg Rattelsdorf - SC Kemmern     2:1 (0:0)

SpVgg Rattelsdorf: Süppel 2,5, Merkel T. 2,5, Welzer 2,9, Derra M. 3,5, Pfaffenberger 3,9, Grünert 2,5, Bischof F. 3,3, Förster 2,9, Leimbach S. 2,4, Beiersdorfer M. 2,6, Stade 2,3 / Leimbach D., Elflein J. 2,6 (45.+5), Knippert 3,0 (69.), Schmittwolf S. (81.)

SC Kemmern: Hofmann N. 2,5, Basaran C. 2,0, Gäßler 2,3, Schnapp J. 2,3, Böhm S. 2,3, Albrecht M. 2,5, Preiss 2,5, Ortlauf 2,3, Dorsch J. 2,3, Riedl 2,8, Görtler D. 1,5 / Linster D., Seelmann, Zweier Ju., Will K., Basaran M. 1,8 (26.)

Tore: 1:0 Stade (71.), 1:1 Görtler D. (73.), 2:1 Bischof F. (82.)

Gelbe Karten: Welzer - Foulspiel (25.), Merkel T. - Foulspiel (41.), Leimbach S. (61.), Grünert - Foulspiel (72.), Bischof F. (87.) / Gäßler - Foulspiel (35.), Basaran M. (45.+2), Görtler D. - Foulspiel (57.), Böhm S. - Foulspiel (59.), Basaran C. - Foulspiel (85.), Ortlauf - Tätlichkeit (90.), Dorsch J. (90.+2)

Gelb-rote Karten: - / Gäßler - Foulspiel (82.), Görtler D. - Meckern (83.), Basaran C. (90.+4)

Rote Karten: - / Dorsch J. (90.+4)

Zuschauer: 310

Schiedsrichter: Tobias Paesler (DJK Don Bosco Bamberg 1950 e.V.)

 

Knapper Sieg für Rattelsdorf im Derby

Am fünften Spieltag empfing die SpVgg Rattelsdorf am Mittwochabend zu ihrem zweiten Heimspiel den SC Kemmern. Es war insgesamt das erst fünfte Aufeinandertreffen in Pflichtspielen zwischen diesen beiden Teams. In der Spielzeit 2013/14 konnte Kemmern nicht gewinnen (0:2, 1:1), Rattelsdorf stieg daraufhin im ersten Kreisligajahr auf, während Kemmern solide im Mittelfeld abschloss. 2017/18 behielt dann Kemmern zweimal mit 1:0 die Oberhand und stieg am Ende trotzdem ab, während Rattelsdorf die nötigen Punkte fehlten um entscheidend beim Aufstieg mitzusprechen. Vor dem Spiel hatte Kemmern einen Punkt mehr auf dem Konto als der Gastgeber und ging in sein drittes Auswärtsspiel zum dritten Derby. Während zum Auftakt in Dörfleins ein sattes 1:7 die Liga aufhorchen ließ, setzte es zwei Wochen später in Zapfendorf eine knappe 2:3 Niederlage.

Das Derby zog viele Zuschauer, 350 an der Zahl, die von Beginn an sahen, dass die Heimelf aktiver den Weg nach vorne suchte. Ein langer Ball von Leimbach fand Beiersdorfer, der auf Bischof ablegte und dieser Keeper Hofmann das erste Mal prüfte, der nur noch vorne abklatschen konnte (3.). Auf dem Weg vorne musste die Sportvereigung doch immer wieder aufpassen auf etwaige schnelle Gegenstöße. So wie in der achten Minute, als Förster einen Ball von Derra nicht kontrollieren konnte, der Abpraller bei Görtler landete und sofort einen Pass in die hochstehende Abwehrkette setzte. Süppel sprintete aber aus dem Sechzehner und konnte gerade noch klären (8.).

Und die Gäste kamen besser ins Spiel. Ein Schuss von Albrecht aus 18 Metern flog aber über das Tor (17.). Zwei Minuten später war beim Schuss von Stade aus spitzem Winkel bei TW Hofmann Endstation. In der 23. Minute dann einfacher Ballverlust am eigenen Sechzehner des SCK und über Förster, Stade landete der Ball bei Beiersdorfer. Doch auch dieser Schuss direkt auf den Kemmerer Schlussmann, der im Nachfassen das Leder hatte. In derselben Minute dann Gegenangriff. Görtler legt auf Riedl ab, doch erneut flog der Ball über das Gehäuse.

Offensiv aktiver war dennoch die Heimelf. Doch oft kam der letzte Ball nicht an oder man war zu unkonzentriert, sowie Welzer, dem der Ball aus aussichtreicher Position nach einem Eckball vor die Füße fiel, der Schuss aber mal so richtig über den Schlappen rutschte (30.).

Kurz vor der Pause funktionierte es dann doch noch mit einem Abschluss. Einen Freistoß legte Leimbach auf Merkel, der aus 25 Metern mal abzog und nur knapp scheiterte (45.). In der Nachspielzeit wurde dann TW Süppel mit einem türkischen Aufsetzer von Ortlauf aus 18 Metern das erste Mal geprüft, wehrte zur Seite ab, Merkel mit dem langen Ball nach vorne auf Stade, der sich durchsetzte auf Bischof quer legte und dieser den Ball am herausstürzendem Hofmann nicht vorbei brachte (45.+1). Doch es war immer noch nicht zu Ende. Stade drehte sich im Sechzehner um seinen Gegenspieler, der Schuss aber wieder zu unplatziert und Hofmann konnte zur Seite abwehren. Der Nachschuss aus der Drehung von Beiersdorfer landete in den Armen des Torwarts (45.+3).

Insgesamt machte Rattelsdorf einen etwas besseren Eindruck, allerdings fehlte noch die Durchschlagskraft im letzten Drittel. Vorsicht war vor allem bei den wenigen aber guten Gegenstößen der Gäste geboten.

Die erste Halbchance gehörte wieder Rattelsdorf. Doch Spielertrainer Grünert setzte seinen Schuss aus 16 Metern ein paar Meter zu hoch an (51.). Zwei Zeigerumdrehungen später war es Goalgetter Görtler aus 14 Metern. Dieser Schuss war deutlich besser und nur rund einen halben Meter zu hoch angesetzt. In der 58. Minute dann wieder Rattelsdorf, Stade legt quer auf Beiersdorfer, doch auch dieser Schuss rutscht über den Schlappen, da war erneut mehr drin.

Das Spiel hatte dann eine flaue Phase drin ohne Chancen, da war es dann doch schon überraschend, als plötzlich das 1:0 fiel. Angriff über rechts, Knippert spielte Bischof frei, der aus der Drehung zum eingelaufenen Stade passte. Die Abwehr ausgehebelt und der Rattelsdorfer Goalgetter blieb diese Mal cool vor Hofmann und chippte den Ball vorbei am Torwart in die Maschen (71.).

Die Führung von den Spielanteilen freilich verdient, hat sich aber zu diesem Zeitpunkt dann nicht wirklich angekündigt. Doch nur eine Minute später bekam der Gast einen berechtigten Freistoß zugesprochen. Görtler hatte zuviel Platz und wurde von Grünert von den Beinen geholt. Der erfahrene Torjäger des SCK legte sich den Ball zurecht. Schaute kurz und drosch den Ball über die Mauer ins Rattelsdorfer Gehäuse. Tolles Tor und der postwendende Ausgleich in der 73. Minute, der sich bis dato nun wirklich nicht angekündigt hatte.

Doch dieser Treffer weckte die Grün-weißen wohl auf. Kemmern nun aktiver und Basaran M. mit seinem starken Linken aufs Tor. Doch TW Süppel kann zur Seite abwehren (80.).

Doch genau dann passierte etwas denkbar Ungünstiges für den Gast. Gäßler und Grünert gingen zum freien Ball. Grünert war einen Ticken früher dran, Gäßler zog zurück, dennoch gab es den Kontakt. Der Schiedsrichter ließ keine Gnade walten und schickte Gäßler mit der Ampelkarte vom Platz (82.). Und der Freistoß sorgte dann auch indirekt für die erneute Führung der Sportvereinigung. Derras Hereingabe wurde zunächst von Schnapp geklärt, doch wurde von der Heimelf wieder gefährlich gemacht. Merkel zog zur Grundlinie durch, die Hereingabe fand Beiersdorfer der die Aufsetzerflanke artistisch ins lange Eck beförderte (83.). Görtler immer noch von der Entscheidung des Unparteiischen erbost, holte sich dann wegen Meckern ebenfalls die Ampelkarte ab.

Rattelsdorf schaffte es nicht den Sack endgültig zu zumachen. In der 86. Minute setzte Stade den Freistoß zu hoch an und kam danach zu keiner Chance mehr. Kemmern allerdings auch nicht mehr. Vielmehr gab es noch zwei weitere Platzverweise für Dorsch (rot, 93.) und Basaran C. (gelb-rot, 94.).

Fazit:

In einem hitzigen Derby, mit vielen Nickligkeiten bei Zuschauern und Spielern, behält Rattelsdorf somit knapp die Oberhand gegen den Sportclub aus Kemmern. Vom Spielverlauf her in der Summe auch sicherlich verdient. Allerdings waren die Gegenstöße der Kemmerer immer gefährlich und nach dem postwendenden Ausgleich war auch Kemmern mal kurz am Drücker. Doch die Heimelf konnte die Gäste nach dem ersten unglücklichen Platzverweis nochmal schocken.

Rattelsdorf kann somit an der Tabelle an Kemmern vorbeiziehen und steht plötzlich sogar auf Platz zwei nach fünf Spieltagen und bereits zwei Niederlagen. Schon am Sonntag wartet aber ein ganz schweres Kerwasauswärtsspiel in Ober-/Unterharnsbach.

Kemmern wirft diese Niederlage sicherlich nicht um, auch wenn Dorsch natürlich aufgrund der roten Karte mindestens ein Spiel fehlen wird. Der Sportclub legte sich aufs Kontern aus und fuhr damit ganz gut und selbst nach dem Rückstand konnte prompt ausgeglichen werden. Es reichte allerdings nicht ganz. Nächste Woche empfängt man zum eigenen Kerwasspiel die DJK Tütschengereuth, die gerade die zweite Niederlage in Folge einstecken mussten

P.S.: Schiedsrichterleistungen kommentiere ich in meinen Berichten grundsätzlich nicht, ich kommentiere ja auch nicht jeden Fehlpass von Spieler. Selbst bei groben Schnitzern von Spielern versuche ich auch möglichst den Namen wegzulassen. Zudem ist mein Bericht nur über den Videoticker geschrieben worden, habe das Spiel selbst nicht verfolgen können, da satte 16 Kästen Bier über den Tresen gewandert sind. Hier nochmal vielen Dank an alle Fans, die unter anderem auch Geduld mitbringen mussten.

geschr. L. Neundorfer

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