Rattelsdorf gewinnt torreiches Spiel

5:3 (2:1)

Tore: 1:0 Beiersdorfer (4.), 1:1 Giehl (8.), 2:1 Welzer (22.), 3:1 Grünert (52.), 3:2 Giehl (54.), 4:2 Beiersdorfer (70.), 4:3 Beck (71.), 5:3 Schmittwolf (88.)

Zuschauer: 120 SR: Mike Bauerfeind

Am Sonntag trafen zwei von nur drei Teams die den Doppelspieltag letztes Wochenende ohne Punktverluste überlebten aufeinander. Die SpVgg Rattelsdorf empfing die ambitionierten Burgebracher. Die Gäste hatten vor der Partie als einzige Mannschaft noch kein Gegentor kassiert. Viele erwarteten wohl ein spannendes Spiel mit wenigen Toren. Dass dann insgesamt acht Tore fielen, soviele wurden in den vier Spielen der beiden Teams zuvor gesehen, konnte kaum einer erahnen.

Grund dafür war ein furioser Beginn trotz abermals tropischer Temperaturen. Die Heimelf stand zunächst tief, um dann in der 4. Minute eiskalt zuzuschlagen. Pfaffenberger legte mit dem Rücken zum Tor auf Beiersdorfer ab. Der Rattelsdorfer Außenspieler legte sich den Ball aus 18 Metern zurecht und überraschte mit einem feinen Innenristschuss seinen ehemaligen Memmelsdorfer Mitspieler im Tor, Florian Dörnbrack.

Doch die Gäste nur kurz geschockt. Die starke Burgebracher Offensive startete langsam den Motor. Schwarm, ein weiterer Ex-Memmelsdorfer, setzte sich auf außen gekonnt gegen Merkel durch und fand mit seinem scharfen Pass in der Mitte Torjäger Giehl. Trocken drosch der Burgebracher Spieler das Leder aus zehn Metern in der 8. Minute zum 1:1 in die Maschen.

Die Gäste im Anschluss besser im Spiel und mit kleineren Möglichkeiten. Rattelsdorf versuchte aus einer gepflegten Defensive heraus schnell umzuschalten und es war ein stets offenes Spiel. Etwas überraschend dann doch die 2:1 Führung durch Welzer nach einem Freistoß von Merkel aus dem Halbfeld. Der Kopfball vom Rattelsdorfer Innenverteidiger flog als Bogenlampe genau in Eck.

Kurz darauf Trinkpause und Erholung für die Spieler, die allesamt schon jetzt große Laufbereitschaft zeigten und ein flottes Spiel an den Tag legten.

Nach einem Freistoß aus 18 Metern von Schwarm konnte TW Neundorfer den Ball nicht festhalten. Den Abpraller konnten die Gäste aus kurzer Distanz zum überraschen aller Zuschauer aber nicht verwerten (25.).

Nach einer halben Stunde verflachte das Spiel dann doch etwas. Rattelsdorf verwaltete die Führung und verteidigte geschickt und Burgebrach fand kaum noch ein Durchkommen bis zum Halbzeitpfiff.

Nach der Pause dann zunächst Burgebrach am Drücken, aber Rattelsdorf mit schnellem Spiel über außen. In der 49. Minute wird Pfaffenberger von Stade freigespielt, aber im letzten Moment noch geblockt. In der 52. Minute wird Beiersdorfer auf die Reise geschickt, dieser steckt durch auf Stade. An die flache Hereingabe kommt Keeper Dörnbrack noch mit den Fingerspitzen dran, aber Grünert steht goldrichtig und netzt zum 3:1 ein!

Riesenjubel auf Rattelsdorfer Seite, doch die Freude währt nur kurz. Ein langer Ball und Welzer verschätzt sich. Sturmtank Giehl spritzt dazwischen und bleibt trotz Bedrängnis cool, um zum 3:2 Anschluss einzuschieben (54.). Im Anschluss dann die Gäste drauf und dran am Ausgleich. Doch ein Kopfball von Giehl geht nur haarscharf am Pfosten vorbei und nach einer scharfen Hereingabe bringt kein Burgebracher den Fuß rechtzeitig zum Ball.

Die Heimelf kurze Zeit mit Glück, aber dann auch wieder bärenstark im verwerten der nächsten großen Möglichkeit. In der 70. Minute trifft Beiersdorfer zum zweiten Mal, nach der zweiten Vorlage von Stade. Vorausgegangen war die Trinkpause und schwaches Abwehrverhalten der Gäste.

Doch wieder die Rattelsdorfer Verteidigung im Anschluss zu unsortiert. Nach einer Kopfballablage von Giehl, trifft Beck nur eine Minute später gegen die Laufrichtung von Schlussmann Neundorfer zum 4:3 in die Maschen (71.)! Das Spiel wieder offen und voller Spannung.

Spielertrainer Trunk wechselte sich für die Schlussphase der Partie noch selbst ein, doch der Lucky Punch blieb aus! Auch weil die Burgebracher Offensive nach einer schwachen Faustabwehr des Rattelsdorfer Schlussmanns den Ball über das Tor drosch!

In der 88. Minute machte die Heimelf dann endgültig alles klar. Der eingewechselte Förster setzt sich im Sechzehner durch, legt uneigennützig auf Schmittwolf ab, der völlig blank in der Mitte nur noch den Ball treffen musste.

Fazit:

Vorneweg, höchsten Respekt an beide Mannschaften bei diesem Wetter so ein Spiel abzuliefern. Oftmals hatte die Partie ein hohes Tempo, aber auch ungewohnte Abwehrfehler in beiden Defensivreihen! Burgebrach war keinesfalls um zwei Tore schlechter, eher Rattelsdorf um zwei Tore effektiver, wobei das letzte ja auch erst kurz vor dem Ende fiel. Offensiv war es von beiden Mannschaften auf jeden Fall ein sehr gutes Spiel und ein Spektakel für die Zuschauer war es allemal! Rattelsdorf wahrt seine weiße Weste, muss aber nun zu einem schweren Auswärtsspiel in Gaustadt, die noch keinen Punkt holen konnten, was die Aufgabe nicht leichter macht. Die Gäste spielen zuhause gegen den SV Hallstadt. Gegen den Aufsteiger, der sein erstes Auswärtsspiel bestreitet, wünscht sich Trainer Trunk wohl eine stabilere Defensive.

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